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Trainingszeiten und Sichtung

Das NFZ-Fördertraining findet Dienstags von 17:15 bis 18:30 am Sportzentrum an der Uni Würzburg statt. >>

Konzept und Begleitung

Das NFZ verfolgt ein innovatives Konzept zur Talentförderung und wird wissenschaftlich begleitet. >>

Trainerinnen und Team

Die Spielerinnen werden von erfahrenen, kompe- tenten Trainerinnen und nach modernsten Methoden gefördert. >>

Der rasante Fahrstuhl

Ein gutes Training ist abwechslungsreich und bietet jungen Spielerinnen viele neue Lernanreize. Durch eine originelle Namensgebung erinnern sich Spielerinnen schneller an Übungen und lange Standzeiten während der Einführung in die Übungsformen können vermieden werden.

Mädchen kommen auf den Platz, weil sie Fußball spielen wollen. Sie sind wissbegierig und wollen neue Übungen ausprobieren. Gerade junge Spielerinnen haben ein sehr hohes Potenzial bei der Entfaltung ihrer koordinativen Fähigkeiten. Koordinationsübungen mit dem Ball und Passübungen sind hier genau das Richtige.

Gleichzeitig werden die Koordination und die Handlungsschnelligkeit sehr gut trainiert, wenn keine Routine aufkommt und die Übungen vielfach variiert werden. Allerdings nimmt die Erläuterung und die Demonstration einer Übung Zeit in Anspruch – Zeit, in der die Spielerinnen stehen und nicht am Ball sind.

Zur Verkürzung dieser Standzeiten können TrainerInnen am Beginn der Saison einen Fundus an Übungen einführen, auf den sie regelmäßig zurückgreifen und in die die Spielerinnen selbständig einsteigen können. Auf diese Weise wird nicht nur die effektive Trainingszeit erhöht sondern auch die Selbständigkeit der Spielerinnen geschult.

Dabei ist das Prinzip gar nicht neu. Viele kenne das „Eckle“, das wahlweise als 4 gegen 1 oder 5 gegen 2 usw. zum Aufwärmen genutzt werden kann. Wenn also die TrainerIn den Hinweis gibt, sich im Eckle aufzuwärmen, kennen die Spielerinnen ihre Aufgabe. Weitere Beispiele sind die sog. „Tschechen-Rolle“, das „Holland-Turnier“ uvm. Ist der Begriff einmal mit einer Übung oder Spielform verknüpft, muss sie nicht mehr erläutert werden.

Dieses Prinzip der Verknüpfung eines Namen mit Übungs- oder Spielformen lässt sich erweitern und gerade bei jüngeren Spielerinnen anwenden. Besonders originelle Namen helfen dabei, eine Vielzahl an Übungen in das Repertoire des Teams zu überführen. Hilfreich ist auch, wenn das Aussehen der Hütchen-Formation, Laufwege udgl. die Assoziation zum Namen erleichtern. Hierzu zwei Beispiele.

Beispiel 1 – Die verrückte Sanduhr

Bei der verrückten Sanduhr sind die Positionen der Spielerinnen an den Hütchen in zwei miteinander verknüpften Dreiecken angeordnet. Sie erinnern in ihrer Form an eine Sanduhr. Wie bei der Sanduhr der Sand durch die enge Mitte rinnt, erfolgt auch die Passfolge über die zentrale Spielerin. Es ist eine „verrückte“ Sanduhr, weil die Spielerinnen mit dem Pass auf die zentrale Mitspielerin ein Kommando geben sollen, dass sich von jenem der vorherigen Spielerin unterscheidet. Wenn also die rote Spielerin den Befehl „Klatsch“ gibt, muss die Spielerin in Lila bei ihrem Pass ein anderes Kommando wählen, z.B. „Zeit“ oder „Leo“. Einmal eingeübt, reicht der Aufbau der Hütchen, die Einteilung der Spielerinnen und der Hinweis, dass diese Trainingsgruppe die „verrückte Sanduhr“ spielen soll.

Beispiel 2 – Der rasante Fahrstuhl

Beim „Rasanten Fahrtsuhl“ geht es im 2v2, 3v3 usw. darum, das Zuspiel zur eigenen Spielerin außerhalb des Feldes erfolgreich anzubringen. Hat es eine Spielerin geschafft, den Pass zu ihrer eigenen Spielerin zu spielen, löst sie sich in entgegengesetzter Richtung hinter die andere Linie und die Passempfängerin dribbelt mit dem Ball ins Feld und versucht ihrerseits, gemeinsam mit ihrem Team den erfolgreichen Pass zur Außenspielerin zu spielen. Auf diese Weise rennen die Spielerinnen stets auf und ab, wie in einem rasanten Fahrtsuhl. Der Clou bei der Übung ist nicht nur das schnelle Umschaltspiel. Darüber hinaus werden weite und damit riskantere Pässe im Erfolgsfall durch einen kurzen Sprintweg belohnt, weil die passende Spielerin nah an der eigenen Außenlinie steht.

Auf diese Weise können im Verlauf einer Saison zahlreiche Übungen mit Namen versehen und in das Trainingsrepertoire aufgenommen werden. Besonders gut können sich Spielerinnen allen Alters die Namen im Übrigen merken, wenn sie diese selbst vergeben haben. So kann die kurze Pause nach einer neuen Übung dazu genutzt werden, die Kreativität der Spielerin anzuregen.

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Neues aus der Wissenschaft

Der vorliegende Bericht stellt den Test zur Erfassung fußballbezogener Kompetenzen bei Nachwuchsspielerinnen vor. Der „Soccer COmpetencies in Realistic Environments“-Test (kurz: SCORE) basiert auf der Beobachtung der Performanz während einer 4-gegen-4-Spielsituation. SCORE ist ein Instrument zur Talentdiagnostik im Nachwuchsbereich und wurde für Spielerinnen im Alter von acht bis 16 Jahren erfolgreich erprobt. Spielerinnen werden mittels SCORE in sieben Dimensionen bewertet. Diese Dimensionen bilden die technischen Kompetenzen und das Spielverständnis der Spielerinnen zuverlässig, objektiv und valide ab.  Mehr dazu...

Über das NFZ

Das Nachwuchsförderzentrum für Juniorinnen wurde im April 2014 gegründet. Anlass war die Idee, talentierte Spielerinnen zu fördern und dabei den Entwicklungsbesonderheiten von Mädchen gerecht zu werden. Das innovative Konzept zielt dabei darauf ab, die Juniorinnen in ihrer ganzen Persönlichkeit und der Vielfalt ihrer sportlichen Fähigkeiten zu fördern und so den besonderen Anforderungen im Leistungsfußball der Mädchen und Frauen besser gerecht zu werden.

Faire Talentsichtung

Besondere Talente und Fähigkeiten müssen sorgsam entdeckt und gefördert werden, damit sich diese nachhaltig entwickeln können. Es gibt Situationen, in denen Heranwachsende in einer kurzen Testung nicht ihr gesamtes Potenzial entfalten. Deshalb werden im NFZ Spielerinnen über vier Wochen hinweg beim regelmäßigen Sichtungstraining beobachtet und fair in ihren Fähigkeiten eingeschätzt. Dadurch besteht die Möglichkeit, die ganze Spielerinnen-Persönlichkeit kennen zu lernen.